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Ausstellung "Transformation - Beyond Imagination" in der Galerie für Fotografie (GAF) Hannover

Die erste öffentliche Präsentation des Foto-Projekts "Transformation - Beyond Imagination" fand in der Galerie für Fotografie (GAF) in Hannover Seilerstr. 15D vom 14.10.2021 bis zum 21.11.2021 statt und wurde von 1.600 Besucherinnen und BEsuchern gesehen Die Ausstellung wurde in einer Vernissage am 13.10. ab 19 Uhr mit einführenden Worten des Hamburger Künstlers Klaus Elle eröffnet.

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Eröffnungsrede von Klaus Elle
Eröffnungsrede Klaus Elle für Wolfgang
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Artikel von Stefan Gohlisch (Hannoversche Allgemeine) zur Ausstellung
HAZ 20211013 zur Ausstellung Nebel.pdf
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Wolfgang Nebel

Transformation - Beyond Imagination

Nutzungsänderung als Sinnbild gesellschaftlichen Wandels

Gesellschaftliche Transformationsprozesse, die wir derzeit erleben, sind definitiv ein bewegendes Thema. Doch wie kann man dieses visuell umsetzen? Wolfgang Nebel zeigt die Nutzungsänderung von Bauwerken und findet im Fotoprojekt „Transformation – Beyond Imagination“ Sinnbilder für unseren derzeitigen abrupten gesellschaftlichen Wandel. 

Ein Kernkraftwerk, das zur Freizeitanlage wird, steht für die Energiewende. Ebenso ein renaturiertes Bergwerk. Eine Pandemie führt zur Absage von Veranstaltungen und Messen, die Hallen werden zu Impfzentren und Behelfskrankenhäusern. Für die Migrationsbewegung steht die Umnutzung des Flughafens Tempelhof. Teile des Flugfeldes und Hangars wurden von 2015 bis 2018 als Notunterkünfte für Geflüchtete verwendet. Der Wandel der Arbeitswelt zeigt sich im vielfältigen Angebot an Freizeitgestaltung. Denn auf diese läuft es letztlich hinaus bei der Nutzungsänderung. Selbst eine Gedenkstätte zu besuchen findet in der Freizeit statt.    

Der eher kontinuierliche Wandel rückt als Transformation ins Bewußtsein, wenn historische Orte heutigen Bedürfnissen angepasst werden. So wie bei „Prora“, diesem monströsen, auf Rügen für 20.000 Menschen als KdF-Erholungsstätte geplanten Bauwerk. Heute wird es als Jugendherberge, Hotel und Residenz mit schicken Ferienwohnungen genutzt.

In Bremen ist seit 2015 der „Denkort Bunker Valentin“ mit einem Informationszentrum als Relikt des Größenwahns und der menschenverachtenden Ideologie des nationalsozialistischen Regimes der Öffentlichkeit zugänglich. Für ein Naherholungsgebiet mit Badestrand und Campingplatz vor der einst geplanten U-Boot-Schleuse bildet er die historische Kulisse. 

Der seit Jahrzehnten fortschreitende Wandel von der „Malocher“- zur Freizeitgesellschaft wird sinnfällig in Duisburg-Meidrich. 1988 erwarb das Land Nordrhein-Westfalen das stillgelegte Hüttenwerk. Ein Abriss der Anlagen wäre wirtschaftlich aufwändiger denn der Erhalt als Denkmal einer Industrie, die mehr als 80 Jahre das Leben der Region prägte. Der Landschaftspark Duisburg-Nord um das Hüttenwerk ist seit 1994 öffentlich zugängliches Zentrum für Naherholung, Sport und Freizeit sowie kulturelle Veranstaltungen. 

Hätte sich Alfred Thyssen träumen lassen, dass seine Hochöfen als Hintergrund für Hochzeiten oder als Herausforderung bei Klettertrainings dienen würden? Man muss zeitlich gar nicht so weit zurückgehen für ein weiteres Beispiel: Die Insolvenz der Cargolifter AG 2002. Die für Luftschiffe geplante riesige freitragende Halle überspannt seit 2004 den Freizeitpark „Tropical Islands“. Dass sich hier einmal „Europas größte tropische Urlaubswelt“ befindet, war sicherlich jenseits der Vorstellungskraft der ursprünglichen Erbauer: „TRANSFORMATION – Beyond Imagination“. 

Dr. Martina Mettner

Vom Schnellen Brüter zum Wunderland Kalkar

Im April 1973 begannen die Bauarbeiten eines Kernreaktors in Kalkar. Es war der Prototyp eines Natriumgekühlten Reaktors vom Typ Schneller Brüter. Mit diesem Typ sollte dem damals für das Jahr 1988 prognostizierten Ende der verfügbaren Uran 208 Vorkommen ein neues Konzept entgegengestellt werden. Sogenannte Schnelle Brüter arbeiten auf der Basis von Plutonium 239 und produziert mehr spaltbares Material als sie verbrauchen. Das Kernkraftwerk wurde 1985 fertig gestellt.

Da das Projekt nach der atomaren Katastrophe in Tschernobyl 1986 politisch nicht mehr durchsetzbar war und auch die Wirtschaftlichkeit aufgrund der entgegen früherer Prognosen weitaus größerer verfügbarer Uranvorkommen und weniger stark gestiegenen Strombedarfs nicht mehr gegeben war, wurde es 1991 eingestellt ohne jemals mit radioaktivem Material ausgestattet und in Betrieb genommen worden zu sein.

1995 kaufte der Niederländer Hennie van der Most die Anlage und baute unter Einbeziehung von Teilen der Gebäude die Erholungs- und Freizeitanlage Wunderland Kalkar. Sie wird heute von jährlich 230.000 bis 300.000 Gästen genutzt.

Wunderland Kalkar

Kettenkarussell im Kühlturm des "Schnellen Brüters"

Kettenkarussell im Kühlturm des "Schnellen Brüters"

Turbinenhaus "Schneller Brüter"

Turbinenhalle "Schneller Brüter"


Rheinstrand Wunderland am "Schnellen Brüter"

Vom KdF Seebad zum Erholungsort Prora

Von 1936 bis 1939 wurde das „Kraft durch Freude“ Seebad Rügen gebaut aber wegen des Beginns das 2. Weltkriegs nicht vollendet. Es war mit 10.000 vergleichsweise kleinen, spärlich ausgestatteten Zimmern mit Meerblick für 20.000 Menschen ausgelegt. Das Leben sollte in großen Gemeinschaftsräumen stattfinden.

Das ursprünglich 4,5 km lange Gebäude wurde nach dem Krieg bis auf 2,5 km gesprengt und diente der Nationalen Volksarmee der DDR als Großkaserne. Nach der deutschen Wiedervereinigung 1990 wurde der Komplex bis 1992 von der Bundeswehr übernommen, dann der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, unter Denkmalschutz gestellt und als Museum sowie Jugendherberge genutzt.

Ab 2010 wurde  Prora zum Seebad und Erholungsort entwickelt - zunächst durch den Bau einer neuen Jugendherberge und später durch private und öffentliche Investitionen in Hotels und Apartmentanlagen.

Prora, Rügen

2020 vor der Renovierung


Ferienappartements Prora 2020

Vom Zeppelinbau zum Palmenstrand

Ziele der 1996 gegründeten Cargolifter AG waren Bau und Betrieb von Lastenluftschiffen, welche bis zu 160 Tonnen schwere Lasten transportieren sollten. Hierfür wurde im Jahre 2000 auf dem Gelände eines ehemaligen Militärflughafens in Brandenburg die mit 360 Meter Länge, 210 Meter Breite und 107 Meter Höhe weltweit größte freitragende Halle errichtet. Kostensteigerungen und fehlende weitere Investitionsbereitschaft führten zur Insolvenz des Unternehmens im Jahre 2002. 

Im Jahre 2003 wurden das Gelände und die Werfthalle an einen Investor veräußert. Die Halle wurde umgebaut und wird seit 2004 als tropischer Freizeitpark „Tropical Islands“ von 1,3 Millionen (2019) Besuchern jährlich genutzt.

Ziele der 1996 gegründeten Cargolifter AG waren Bau und Betrieb von Lastenluftschiffen, welche bis zu 160 Tonnen schwere Lasten transportieren sollten. Hierfür wurde im Jahre 2000 auf dem Gelände eines ehemaligen Militärflughafens in Brandenburg die mit 360 Meter Länge, 210 Meter Breite und 107 Meter Höhe weltweit größte freitragende Halle errichtet. Kostensteigerungen und fehlende weitere Investitionsbereitschaft führten zur Insolvenz des Unternehmens im Jahre 2002. 

Im Jahre 2003 wurden das Gelände und die Werfthalle an einen Investor veräußert. Die Halle wurde umgebaut und wird seit 2004 als tropischer Freizeitpark „Tropical Islands“ von 1,3 Millionen (2019) Besuchern jährlich genutzt.

Tropical Islands

Tropical Islands

Dschungel im Tropical Islands

Tropical Islands Wasserrutsche

Vom größten Rüstungsprojekt der Kriegsmarine zum Denkort

Von 1943 bis März 1945 wurde nach Plänen des nationalsozialistischen Rüstungsministerium unter Einsatz von über zehntausend Zwangsarbeitern eine U-Boot-Werft im Bremer Stadtteil Farge gebaut. Ziel war es, pro Monat 14 U-Boote fertig zu stellen. Die Werft wurde als über 400 Meter langer Bunker mit bis zu sieben Meter dicken Decken konzipiert. Die Bauarbeiten wurden nach Bombengriffen der Alliierten im Februar 1945 eingestellt. Die Werft war damals zu 95% fertig gestellt. Tausende Zwangsarbeiter verloren beim Bau dieses größten Rüstungsprojekts der Kriegsmarine ihr Leben.

Nach dem Krieg diente der Bunker zunächst der Royal Airforce und der US Airforce als Ziel für betonbrechende Bomben. Weil eine Sprengung der Gesamtanlage nicht möglich erschien, eine Umwandlung in einen begrünten Hügel mangels ausreichenden Erdmaterials nicht durchgeführt werden konnte und angedachte Umnutzungen als Kühlhaus, Kernreaktor und Freizeitstätte sowie zur Lagerung amerikanischer Atomwaffen nicht umgesetzt wurden, diente der Bunker der Bundeswehr von 1960 bis 2010 als Lager.

Seit 2015 ist der „Denkort Bunker Valentin“ mit einem Informationszentrum als Relikt des Größenwahns und der menschenverachtenden Ideologie des nationalsozialistischen Regimes der Öffentlichkeit zugänglich. Gleichzeitig ist er Kulisse eines Naherholungsgebiets mit Badestrand und Campingplatz vor der einst geplanten U-Boot-Schleuse.

Camping am Bunker Valentin

U-Boot-Schleuse

U-Boot-Werft


Weserstrand vor de ehemaligen U-Boot-Schleuse

Flughafengelände Berlin-Tempelhof

Das Tempelhofer Feld diente bereits 1909 für Vorführungen erster motorgetriebener Flüge. 1923 wurde der Bau eines Flughafens beschlossen und 1927 mit der ersten Bauphase abgeschlossen. 1934 wurde mit der Planung eines Neubaus für bis zu sechs Millionen Passagiere pro Jahr begonnen. Die Bauarbeiten für das seinerzeit weltweit flächengrößte Gebäude begannen 1936 und endeten 1941. Im zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude unter Einsatz von Zwangsarbeitern auch zur Serienproduktion von Kampfflugzeugen genutzt. Die von Hitler angeordnete Selbstzerstörung kurz vor Kriegsende wurde durch den Suizid des Flughafenkommandanten Rudolf Böttger verhindert.

Nach Kriegsende diente der Flughafen von Juni 1948 bis Mai 1949 als Ziel der Luftbrücke, über die Westberlin während der Blockade mit Lebensmitteln, Treibstoff und anderen Gütern durch die Amerikaner und Britten versorgt wurde. Von 1951 bis 1975 wurde Tempelhof für die zivile Luftfahrt zugelassen, von 1981 bis 2008 für kleine Flugzeuge der zivilen Luftfahrt wieder geöffnet und 2008 abschließend geschlossen.

Seit 2010 ist der Tempelhofer Park der Öffentlichkeit als Freizeitfläche zugänglich. Teile des Flugfeldes und Hangars wurden von 2015 bis 2018 als Notunterkünfte für Geflüchtete verwendet. Das Flughafengebäude selbst wird insbesondere für kulturelle Veranstaltungen sowie Ausstellungen genutzt und ist der Öffentlichkeit über Führungen zugänglich.

Vorfeld Flughafen Tempelhof

Tempelhofer Feld

Tempelhofer Feld

Ausstellung "Living the City" im Terminal Flughafen Tempelhof

Vom Hüttenwerk zum Landschaftspark

1901 begann Alfred Thyssen mit dem Bau des ersten Hochofens des Meidericher Hüttenwerks auf dem bis dahin überwiegend landwirtschaftlich genutzten Gelände. Bis 1912 kamen vier weitere Hochöfen hinzu. Die Lage war aufgrund der Nähe zu bestehenden Kohlefeldern optimal. Das Hüttenwerk profitierte vom hohen Roheisenbedarf der Marine unter Kaiser Wilhelm II. Im zweiten Weltkrieg wurde das Hüttenwerk durch Bombenangriffe stark beschädigt, und die Produktion wird 1943 eingestellt. Ab 1950 wurden die Anlagen modernisiert und produzierten bis zur Stilllegung im Jahre 1985 Spezialroheisensorten.

1988 erwirbt das Land Nordrhein-Westfalen das Gelände. Ein Abriss der Anlagen ist wirtschaftlich aufwändiger als der Erhalt als Denkmal einer Industrie, die für mehr als 80 Jahre das Leben der Region prägte.

Als Kern des heutigen Landschaftsparks Duisburg-Nord ist das Hüttenwerk seit 1994 öffentlich zugängliches Zentrum für Naherholung, Sport und Freizeit sowie kulturelle Veranstaltungen.

Meidericher Hüttenwerk

Hochzeitsfeier im Hüttenwerk

Hochofen Meidericher Hütte

Klettertraining im Hüttenwerk


Vom Fliegerhorst zur Smart City

1933 wurde im Norden der Stadt Oldenburg auf der unbesiedelten Alexanderheide ein Flugplatz eröffnet, der 1936 von der Luftwaffe als Fliegerhorst übernommen wurde. Im zweiten Weltkrieg diente der Fliegerhorst mehreren Jagdgeschwadern als Flugplatz. 1951 übernahm die Royal Airforce den Flugplatz und ertüchtigte die Start- und Landebahn. Die Royal Airforce übergab ihn 1957 an die Luftwaffe der Bundeswehr, die ihn bis 1994 als Flugplatz nutzte. Bis zur endgültigen Auflassung des Fliegerhorstes Oldenburg im Jahre 2006 war er Sitz einer Flugabwehrraketengruppe. 

Im Jahre 2011 erwarb die Stadt Oldenburg erste Gebäude sowie eine große Teilfläche des Geländes zur Errichtung eines 14 MW Solarparks auf und neben der Start- und Landebahn, deren Rückbau wirtschaftlich nicht darstellbar war. 2014 kaufte die Stadt weitere über 100 Hektar des Fliegerhorsts zur Entwicklung eines neuen Stadtteils „Helleheide“. Unter intensiver Bürgerbeteiligung entstand dafür ein Zukunftsplan 2030+, der in Teilen als Smart City Oldenburg realisiert werden soll.

Fliegerhorst Oldenburg

Landebahn des ehemaligen Fliegerhorsts Oldenburg

Vom Rechnungshof zum Hotel

Die Ursprünge des „Kornmarkt“ in Frankfurt gehen auf das 12. Jahrhundert zurück. Bis in das 18. Jahrhundert war er der Handelsplatz für Früchte und Getreide, Standort großbürgerlicher Stadtpaläste sowie Zentrum für Buchdrucker, Buchhändler und Geburtsstätte der Frankfurter Buchmesse. Das komplette Areal mit einzigartigen Altstadthäusern wurde zuerst im 19. Jahrhundert Opfer der Expansion Frankfurts und dann im zweiten Weltkrieg 1944 Opfer mehrerer Luftangriffe. Von 1951 bis 1953 entstand am südlichen Teil das Hochhaus des Bundesrechnungshofs Frankfurt. 

Im Jahre 2000 wurde der Sitz des Bundesrechnungshofs nach Bonn verlegt. Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude wurde mehrfach an Investoren weiterveräußert. Nach einer Einigung des letzten Eigentümers mit dem Landesamt für Denkmalpflege konnten Teile des Gebäudes abgerissen werden. Unter Wahrung der Außenfassade des Hauptgebäudes entstanden ab 2018 die „Kornmarkt Arkaden“ mit Flächen für Wohnungen, Büros, ein Hotel und Gastronomie.

Kornmarkt Frankfurt - ehemals Bundesrechnungshof

Vom Bergwerk zur Eventlocation

In dem seinerzeit weltgrößten Kalibergwerk Merkers wurde von 1925 bis 1991 Kalisalz gefördert. Das Bergwerk verfügt über ein Streckennetz von ca. 4600 Kilometern unter der Erde. Das Werk gehörte unterschiedlichen Konzernen, war in der ehemaligen DDR Teil verschiedener volkseigener Betriebe, wurde durch die Treuhand in die Kali-Werra AG überführt und schließlich 1993 mit der Kali und Salz GmbH fusioniert, die den Betrieb einstellte.

Seit dem dient Merkers als Erlebnisbergwerk für Rundfahrten unter Tage und Großveranstaltungen. In dem ehemaligen Großbunker auf 500 Meter Tiefe finden Konzerte und Sportveranstaltungen statt, beispielsweise der Kristallmarathon.

Die oberirdischen Abraumhalden prägen als „Kaliberge“ das Werratal wie auch andere Standorte des Kalibergbaus. Die Kali und Salz GmbH führt aufwändige Projekte zur Renaturierung beispielsweise der „Kaliberge“ des Bergwerks Sigmundshall bei Hannover durch.

"Kaliberge"bei Philipsthal

Vorbereitung zum Kristallmarathon im Bunker Erlebnisbergwerk Merkers

Kristallmarathon 2020 im Erlebnisbergwerk Merkers

Renaturierung der "Kaliberge" Sigmundshall



Von der Grenzkontrolle zur Gedenkstätte

An der Demarkationslinie zwischen der britischen und sowjetischen Besatzungszone an der Autobahn zwischen Hannover und Berlin bei Marienborn errichteten die vier Siegermächte 1945 einen Kontrollpunkt. Dieser wurde 1950 von der damaligen DDR als Grenzübergangsstelle übernommen. 

In den 1970er Jahren wurde die Grenzübergangsstelle ausgebaut und mit etwa 1.000 Mitarbeitenden betrieben. Etwa 12 Millionen Reisende jährlich haben die Grenzkontrollen in den 1980er Jahren noch in Erinnerung als Schikane und Symbol der kommunistischen Reisebeschränkungen für die eigenen Bürgerinnen und Bürger der damaligen DDR.

Ab dem 9. November 1989 wurden die Grenzkontrollen nur noch formal durchgeführt und entfielen ab dem 1. Juli 1990 völlig. Seitdem dient das Gelände mit seinen umfangreichen Grenzkontrollanlagen als Gedenkstätte „Deutsche Teilung Marienborn“.

Grenzkontrollstelle Marienborn

Bergbaufolgelandschaften

Nach Ende der wirtschaftlichen Verwertung der Bergbaulandschaften im Tagebau folgt deren Nachnutzung insbesondere als rekultivierte Landschaft. Idealerweise erfolgt durch Landwirtschaft oder als Erholungsgebiet eine grundsätzlich wertschöpfende Verwendung. Alternativ oder kombiniert wird die Landschaft renaturiert und dient dem Naturschutz durch die Entstehung kleinräumiger Habitate.

Nach der Auskohlung der Tagebaue Helmstedt und Wulfersdorf werden diese zum Lappwaldsee. Dort entstehen auf 4 km² Strände und Anlagen für den Wassersport.

Am Rande des Schöninger Tagebaus wurden zwischen 1994 und 1998 acht ca. 300.000 Jahre alte hölzerne Wurfspeere entdeckt. Es handelt sich um die weltweit ältesten vollständig erhaltenen Jagdwaffen. Für sie wurde von 2011 bis 2013 eigens das Forschungs- und Erlebniszentrum „Paläon“ direkt neben dem Tagebau Schöningen Süd errichtet.

Forschungs- und Erlebniszentrum Paläon am Tagebau Schöningen Süd

Lappwaldsee bei Helmstedt

Von der Messe zur medizinischen Versorgung

Corona-Impfzentrum in der Weser-Ems-Halle Oldenburg 2021

CRT im Corona Behelfskrankenhaus Hannover Messe 2020

Intensivstation im Corona Behelfskrankenhaus Hannover Messe 2020