traces of change

 

Die Arbeiten zeigen große, die Landschaft prägende Objekte, die für ihren ursprünglichen Zweck nicht mehr benötigt werden. Einige werden einem neuen Nutzen zugeführt, es werden positiv Werte geschöpft. Beispiele sind der Berliner Cityairport Tempelhof, der nach seiner Schließung für den Luftverkehr nun als großes Erholungsgebiet für die Öffentlichkeit zugänglich ist,  die Oldenburger Airbase, die jetzt ein großes Photovoltaik-Gebiet ist und zu einer Smart City ausgebaut wird oder der Braunkohletagebau mit renaturierten ehemaligen Abbaugebieten. 

 

Andere können aufgrund ihrer Struktur weder wiederverwendet noch rückgebaut werden. Ein Beispiel ist der Bremer U-Boot-Bunker Valentin, der im Zweiten Weltkrieg von Tausenden von Zwangsarbeitern gebaut wurde, nie benutzt wurde und heute als Denkstätte eine Landmarke in einem ansonsten entspannten Erholungsgebiet ist. Mit dieser Gruppe bezüglich der neuen Nutzung eng verwandt sind Konstruktionen von historischer Bedeutung, die vollständig demontiert werden könnten, jedoch als Denkmal für die gegenwärtigen und zukünftigen Generationen dienen sollen. Ein Beispiel ist die deutsch-deutsche Grenze mit Kontrolltürmen, Mauern und Stacheldraht. 

 

Die letzte Kategorie im Projekt umfasst technische oder architektonische Konstruktionen, die am Ende ihrer Nützlichkeit durch bessere Konstruktionen ersetzt werden. Beispiele sind eine Hebebrücke in Bern, die durch einen Neubau ersetzt wird, oder Bürogebäude in Frankfurt, deren Außenwände erhalten bleiben, um als Kulturwert das Stadtbild der 60er Jahre zumindest teilweise zu erhalten, während innen gleichzeitig ein völlig neues und modernes Gebäude entsteht. 

 

 

Die Fotografien wurden noch nicht ausgestellt. Sie werden in sehr hoher Auflösung (80 bis 100 Megapixel) aufgenommen und werden am besten in sehr großem Format dargestellt, z.B. 2,5 Meter Breite. Die großformatigen Farbfotos werden durch kleiner dokumentarische Schwarzweiß-Aufnahmen komplementiert.